Das Content Delivery Network für den Onlinehandel - Onlineshop erstellenEigener Onlineshop und CDN? Da fragt sich garantiert der eine oder andere Shopbetreiber, was das eigentlich zu bedeuten hat, und ob das eigene E-Commerce-Business überhaupt davon profitieren kann. Dabei ist die Frage, was bedeutet Content Delivery Network – CDN einfach zu klären. Es macht Internetseiten schneller, aufgrund einer raffinierten Server-Verteilung. Nutzer Anfragen werden über Server geleitet, die sich möglichst nah am Besucher der entsprechenden Webseite befinden.

Wie funktioniert ein Content-Delivery-Netzwerk?

Die Hauptfunktion eines Content Delivery Networks ist es, Webseiten rund um den Globus schneller zu laden. Dabei wird der statische Datensalat aus CSS-Dateien, JavaScript-Daten und Bilddateien im Cache vieler Server weltweit verteilt, um einen möglichst schnellen Zugriff ermöglichen zu können.

Dadurch können Usern, die eine x-beliebige Webseite besuchen, die Inhalte aus den Ressourcen des Cache eines nahe gelegenen Servers zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise werden die Übertragungswege erheblich kürzer, was den Pagespeed deutlich verbessert.

Was passiert ohne CDN beim Ansurfen einer Webseite?

Bei einem Webseitenaufruf über Landesgrenzen oder gar Kontinente hinweg ohne ein Content-Delivery-Netzwerk, da würden sich viele Nutzer zurück an piep, piep, piep Modem Zeiten erinnern. Wer beispielsweise seine Angebote als eigener Onlineshop Betreiber in Deutschland auch in Übersee verkaufen möchte, der kommt ohne CDN nicht mehr aus. Der Kunde aus Brasilien würde für den Seitenaufbau wahrscheinlich bis zu einer halben Minute brauchen. Deshalb sollte beim eigenen Onlineshop erstellen darauf geachtet werden, dass der Server in Deutschland steht und für internationale Kundschaft ein CDN integriert wird.

Wer sich sagt, nah gut, was sind schon 20 oder 30 Sekunden, der sollte an die lange Liste an Mitwettbewerbern in der Suchmaschinen Anzeige denken. Die meisten Interessenten würden wahrscheinlich bereits nach fünf Sekunden den Ladevorgang abrechen und den nächsten Aufruf in der Suchanzeige ansurfen. Zusätzlich wird auch ein eigener Onlineshop zeitnah nicht mehr nur auf dem Desktop-PC aufgerufen, denn mobiles Onlineshopping per Smartphone und Tablet liegt voll im Trend. Wer hier den Sprung verpasst, auf adäquate mobile Softwarelösungen zu setzen und ohne CDN arbeitet, wird mehr Kunden vergraulen als gewinnen.

Mit einem Content-Delivery-Netzwerk die Seite aufrufen

Die Webseitenaufrufe über einen CDN wird dem Besucher ermöglichen, die Webinhalte binnen weniger Sekunden zu öffnen, da die wichtigsten statischen Inhalte der Homepage oder des Onlineshops auf einem landesbasierten Server in der Nähe des Users hinterlegt sind. Der Browser muss also nicht auf die Anfrage des Servers des Unternehmens warten, sondern erhält die Daten von einem nahe gelegenen Server.

Welche Vorteile haben CDNs?

Ein Content-Delivery-Netzwerk sorgt in erster Linie für eine große Kundenzufriedenheit, denn nichts ist wichtiger im Zeitalter digitaler Nomaden als Geschwindigkeit. Durch ein schnelles Handling wird dem Besucher sein gewohntes Surf-Feeling geboten, was der erste Schritt zu einem erfolgreichen Abschluss im Warenkorb ist. Gleichermaßen fallen die Service-Kosten für die Bandbreite beim Internetanbieter weg. Das stimmt natürlich nicht ganz, schließlich erhebt auch der CDN-Anbieter eine Pauschale für seine Dienstleistung, dafür wird die beanspruchte Bandbreite effizient genutzt.

Welche Nachteile haben CDNs?

Ob man gerade beim eigenen Onlineshop erstellen oder bereits ein ambitionierte eigener Onlineshop Händler ist, die Verwendung eines Content-Delivery-Netzwerks bedeutet in der Startphase höhere Aufwendungen in verschiedenen Bereichen. Eine Analyse über die Besonderheiten des eigenen Systems ist durchzuführen und ebenso muss geklärt werden, welche CDN-Dienstleister überhaupt infrage kommen. Schließlich muss der Anbieter den eigenen Anforderungen entsprechen, um den Internetauftritt Eins zu Eins von A nach B zu übertragen.

Wie sieht es mit dynamischen Content aus?

Wer beim Onlineshop erstellen Newsticker und Banner integriert hat sowie das Herzstück, den Warenkorb, kann diese Inhalte nicht Cachen und über einen CDN speichern. Alle Anfragen, die aktuellen Bezug nehmen, sind nicht für CDNs geeignet. Es gibt hier lediglich Support Optionen, die Content Delivery Netzwerk Anbieter mittlerweile im Portfolio haben. Die sogenannte Dynamic Site Acceleration – bekannt unter dem Akronym DSA. Dahinter verbergen sich unterschiedliche Anwendungen, über die das Content-Delivery-Network verbesserte Ladezeiten für dynamische Inhalte ermöglicht.

Großer Pluspunkt in puncto SEO!

Für die Suchmaschinenoptimierung wird die Ladezeit vermehrt das Zünglein an der Waage sein. Der Suchmaschinen-Guru Google geht immer tiefer ins Detail und lässt die Erwartungshaltung der User mit einfließen. Eins ist klar, wer zulange mit dem Laden verbringt, landet direkt wieder bei Google, um den nächsten Link zu öffnen. Dieser Faktor sollte beim eigenen Onlineshop erstellen eine wichtige Rolle spielen, denn ein Geschwindigkeitsvorteil ist eines der besten Qualitätsmerkmale in der Online-Welt.

Gibt es Nachteile für die SEO Performance?

Ein Manko ist der deutlich höhere Aufwand, der durch weltweite CDNs bei der Suchmaschinenoptimierung anfällt. Der Faktor, dass die Inhalte der Internetseiten auf internationalen Servern gehostet werden, insofern man kein eigenes Content-Delivery-Netzwerk betreibt, erfordert, dass beispielsweise bei Aktualisierungen sämtliche Daten-Ressourcen gecheckt werden müssen.

Lagern statische Inhalte auf amerikanischen Servern, dann werden Anfragen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Googlebots bearbeitet, die in der Regel immer aus den Vereinigten Staaten kommen. Wer als eigener Onlineshop oder Newsportal seine Snippets optimieren möchte, der muss eigentlich nur darauf achtgeben, dass Google die Webseiten Bestandteile neu crawlt. Mit einem CDN-Anbieter muss jetzt zusätzlich überprüft werden, dass alle Änderungen auch im Content-Delivery-Network ordnungsgemäß umgesetzt werden.

Zusammengefasst – lohnt sich ein CDN

Wer mit seinem E-Commerce Business internationale Märkte erobern möchte und neue Zielgruppen in fernen Ländern ins Auge gefasst hat, für den ist ein CDN äußerst interessant. Auch wenn der eigene Onlineshop bereits weltweite Bestellungen bearbeitet, gleichwohl in kleineren Größenordnungen ist es eine Überlegung wert, eine Kosten-Nutzen-Analyse vorzunehmen. Die Konfiguration sowie die Installation sind für Laien nur schwer zu handhaben. Größtenteils verwenden die Content Delivery Network Betreiber Drag and Drop Frontend-Oberflächen, die ein gewisses Maß an technischen Know-how vom Anwender voraussetzen.