2. Runde im Social-Media Eklat um Cathy Hummel! - Onlineshop erstellen

Normalerweise sorgt ja der ehemalige Kapitän von Borussia Dortmund für sportliche Schlagzeilen, ob als Fußball Weltmeister, Deutscher-Meister oder mit eklatanten Vereinswechseln von schwarz-gelb zu rot-weiß. Nun geht es aber mal wieder um seine bildschöne Gattin, die als erfolgreiche Influencerin zu einem wahren Publikumsmagneten geworden ist.

Streitobjekt ist ein blauer Plüschelefant der Marke Steiff, der Verband Sozialer Wettbewerb sieht eine Verletzung im Werberecht und wirft der Fußballerfrau vor, als Instagram Influencerin „verbotene Werbung“ ohne Kennzeichnung veröffentlicht zu haben.

Aktuell beschäftigt sich das Münchner Zivilgericht am Lenbachplatz mit der Zivilklage der VSW gegen die Social-Media-Berühmtheit und Frau des Profifußballer Mats Hummels. Die Entscheidung fällt allerdings erst im April!

Ob das Urteil Auswirkungen für den E-Commerce haben wird und ein eigener Onlineshop mit Instagram als Marketing-Instrument Änderungen zu erwarten hat, bleibt vorerst offen.

Was ist der Grund des Instagram Konflikts?

Ein Post mit Sohnemann in der Münchner Wohnstube zeigt eine idyllische Familienatmosphäre zwischen Mutter und Kind. Dabei hat Frau Hummels einen Stoff-Elefanten in den Händen, um das Gesicht ihres Sohns zu verdecken. An und für sich eine normale Darstellung, die viele Mütter bei der Zurschaustellung ihres Nachwuchses im Internet anwenden. Mit dem feinen Unterschied, dass die Mode-Ikone tausende Follower hat und eine offizielle Influencerin auf der Social-Media-Plattform Instagram ist.

Als Kläger tritt der Verband Sozialer Wettbewerb auf und führt an, dass von Cathy Hummels gut 465.000 Followern binnen kürzester Zeit gut 15.000 das besagte Foto gelikt haben. Die Klage beruht auf der Annahme, dass der Stoffelefant im Mittelpunkt des Instagram Posts eine verbotene Werbedarstellung enthält, die nur rechtens wäre, wenn der Beitrag als Werbung gekennzeichnet wäre.

Die Klägerseite beruht darauf, dass es sich um versteckte Werbung mit entsprechender Gegenleistung handle, was wiederum der Klageformulierung entsprechen würde. Auf der anderen Seite argumentiert die Fußballergattin, das besagte Stofftier von der Firma Steiff als Geschenk ihrer Tante erhalten zu haben, und zwar zur Kindtaufe.

3. Runde im Hummels’ Werbe-Zwist folgt im April

Laut VSW Anwalt betrifft es mehrere Instagram-Posts, wobei aktuell einzig der Steiff Elefant Thema ist. Der Vorwurf der unerlaubten Werbung auf Instagram ist sich in gewisser Weise eine Grauzone, mit der sich die Zivilkammer am Münchner Landgericht beschäftigen muss. Die Richterin im Zivilprozess argumentierte bereits damit, dass traditionelle Medien zwangsläufig Hinweise auf diverse Produkte enthalten können.

Zusätzlich ist den Instagram Followern von Frau Hummels durchaus bewusst, dass der Account kommerzielle Inhalte vertritt, gleichwohl es häufig mit privaten Kontext publiziert wird. Das Münchner Landgericht will die finale Entscheidung der Rechtsstreitigkeit am 29. April veröffentlichen. Im Grunde hat die Klage nur eine Chance, wenn ein Nachweis erbracht werden kann, dass es eine Gegenleistung für die Platzierung des Teddys erbracht wurde.

Was bedeutet das Urteil für den Onlinehandel?

Als eigener Onlineshop Händler kann es natürlich nützlich sein zu erfahren, wie weit „Schleichwerbung“ im Graubereich toleriert wird. Allerdings sollte man grundsätzlich mit seinen Influencern ein vertrauensvolles Verhältnis pflegen, um etwaigen Zivilklagen aus dem Weg zu gehen. Wer sich von vornherein beim Instagram Marketing für den Onlineshop Erstellen an die Gesetzgebung hält und Instagram-Fotos entsprechend als Werbung deklariert erspart sich etwaige Anwaltskosten und eventuell anfallende Kosten für Abmahnungen.