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Offene Fragen zum neuen Verpackungsgesetz

Offene Fragen zum neuen Verpackungsgesetz - Onlineshop erstellen

Ab 2019 ist es als eigener Onlineshop Betreiber eine Lizenzierung bei einem dualen System verpflichtend sowie auch für sämtliche Inverkehrbringer von Verkaufsverpackungen. Die Einführung dieses neuen Gesetzes hat gerade bei vielen kleineren Betreibern im Bereich des E-Commerce für dampfende Köpfe gesorgt. Wie soll ich die Verpackungsmenge über ein ganzes Jahr im Voraus angeben, ohne zu wissen, wie mein Absatz überhaupt sein wird?

Beginnt mein Wachstum zu stagnieren oder geht der Umsatz weit bergauf und ich muss mit Abmahnungen und Bußgeldern aufgrund falscher Angaben rechnen, wenn ich die tatsächlich verbrauchten Kartonagen monatlich buchhalterisch erfasse?
Die häufig gestellten Fragen in dieser Rubrik sind rasant gestiegen, denn trotz nachvollziehbarer Gesetzesregelung wurde der Handel wie so oft nicht konkret über den Ablauf informiert. Der folgende Beitrag soll etwas Klarheit in die Thematik bringen.

Worauf kommt es bei der Verpackung Lizenzierung für den Onlineshop erstellen an?

Die neue Systembeteiligung bei dualen Systemen wie LUCID, Interseroh, Lizenzero als auch beim Grünen Punkt, dient dazu, Mengenangaben bei einer zentralen Stelle in ein Verpackungsregister einzutragen. Im Grunde genommen geht es darum, die Verbrauchsmenge in einem Gesamtgewicht in Kilogramm zusammenzufassen, unterteilt nach Verpackungsmaterialien. Die Höhe der Abgaben richtet sich nach der anfallenden Verpackungsmenge und wird in Form eines Lizenzentgelts dem Inverkehrbringer in Rechnung gestellt. Als eigener Onlineshop bietet sich die folgende Herangehensweise an:

• Im Grunde genommen sollten Händler anhand ihrer Verkaufszahlen ein Gesamtgewicht auf eine Jahresmenge hochrechnen können. Einfach die unterschiedlichen Verpackungsarten einmalig verwiegen und den Gesamtwert mittels der verkauften Einheiten aus dem Vorjahr ermitteln

• Noch leichter machen es seriöse Verpackungshändler, die ein Gesamtgewicht zur kumulierten Bestellung an Verpackungsmaterialien angeben. In der Regel werden auch die Einzelgewichte nach Verpackungsart sowie die verwendeten Materialien aufgeführt.

• Einige duale Systeme bieten auf ihren Plattformen Berechnungshilfen an, die es dem kleinen Händler als eigener Onlineshop leichter machen, die Verpackungsgewichte gemäß dem neuen Verpackungsgesetz zu bestimmen.

Hinweis: Da niemand hundertprozentig vorhersagen kann, wie hoch die Bestellrate vor dem laufenden Geschäftsjahr ausfällt, bietet es sich an, die Kalkulation vor Jahresbeginn basierend auf den Verkaufszahlen des vergangenen Geschäftsjahres zu erfassen. Eine Schätzung für den Onlineshop erstellen ist also ein probates Mittel, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Für den Jahresabschluss ist es folglich notwendig, die tatsächlich in Verkehr gebrachte Menge zu prüfen und mit der Schätzung abzugleichen und gegebenenfalls die Mengenmeldung beim dualen System sowie bei der neu eingerichteten Zentralen Stelle zu aktualisieren.

Wie gebe ich die Mengenmeldung richtig an?

Aktuell haben die größten Ängste vor allem Online-Händler, die als kleiner eigener Onlineshop völlig andere Aufgabenfelder zu bedienen haben als Mengenangaben für Verpackungsmaterialien zu erfassen. Tipps zum neuen VerpackG sind beispielsweise, die Verkaufszahlen des Vorjahres als Grundlage zur Berechnung zu verwenden. Freilich ist es auch hilfreich, den Guide des dualen Systems zu nutzen, um möglichen Fehlerquellen aus dem Weg zu gehen.

Die meisten werden zum Verpackungskennzahlen für den Onlineshop erstellen keine Punktladung schaffen, der wachsende E-Commerce Markt macht das unmöglich. Ein Nachlizenzieren wird also zwangsläufig nötig sein. Damit der Spagat zwischen Vorausschätzung und der realen Mengen nicht zu groß wird, kann man die eigenen bekannten Kennziffern der letzten Jahre aus steigenden Umsätzen hinzuziehen. Letztendlich muss der Finalwert des berechneten Verpackungsvolumens, der über das Jahr in Verkehr gebrachten Verpackungen dem Realwert entsprechen.

Mengenanpassungen unterjährig im Onlineshop erstellen ist ebenso bei den meisten dualen Systemen wie Lizenzero möglich. Der Pluspunkt, sollten die Verkaufszahlen buchstäblich durch die Decke gehen, und die in Verkehr gebrachte Verpackungsmenge ist deutlich höher, können über die Interportale anhand der tatsächlichen Verkaufszahlen Anpassungen vorgenommen werden. Somit entgeht man einer größeren Nachzahlung zum Jahresende.

Hinweis: Sowohl die geschätzte Mengenangabe als auch die Anpassung zum Folgejahr muss der zentralen Stelle des Verpackungsregisters und dem dualen System in gleicher Höhe gemeldet werden.

Gibt es Sonderregelungen für Marktplatzverkäufer und kleine Händler?

Nein. Unabhängig von der Größe des Unternehmens und wie viele Waren oder Briefumschläge versendet werden, es ist verpflichtend, sich zu lizenzieren. Das Verpackungsgesetz enthält keine Mindermengen Klausel und ist Pflicht für alle Händler, sobald die erste Verkaufsverpackung gewerbsmäßig in Verkehr gebracht wird. Die Datenmeldung und Registrierung ist Pflicht bei der zentralen Stelle Verpackungsregister und ebenso muss sich jeder Inverkehrbringer von Verpackungen, die an den Endverbraucher gehen, für ein duales System entscheiden.

Gibt es Ausnahmen für den internationalen Warenversand?

Wer heutzutage die Bestellliste täglich für den Onlineshop erstellen muss, staunt manchmal nicht schlecht, aus welchen europäischen Ländern die Aufträge eingehen. Greift die Verpackungsreform auch für den internationalen Versand? Nachweislich ins Ausland versendete Waren müssen laut VerpackG nicht gemeldet werden. Für alle exportierten Waren inklusive Verpackungen gelten die Bestimmungen des Verpackungsgesetzes nicht. Es ist jedoch ratsam, sich über die Bestimmungen des Importlandes zu informieren. Unter Umständen werden hier ebenso individuelle Verpackungslizenzierungen verlangt, die bei nicht Erfüllung negative Auswirkungen mit sich bringen.

Sonderregelungen des Verpackungsgesetzes

Erfolgt der Verkauf ausschließlich an B2B Kunden, also die Warenlieferung geht nicht an den Endverbraucher, dann ist diese Verpackung nicht lizenzierungspflichtig.

• Es bestehen gesonderte VerpackG Regelungen für Transportverpackungen, für welche bestimmte Regelungen auch eine Rücknahme vorsehen.

• Viele E-Commerce Händler mit eigener Onlineshop Verpackungsabteilung verwenden des Öfteren gebrauchte Verpackungen beispielsweise aus dem Wareneingang.

• Für diese Verpackungen besteht eine Lizenzierungspflicht, sobald daraus eine Warensendung an den Endkonsumenten wird.

• Wer zum Beispiel Zeitungspapier als Füllmaterial für seine Versandverpackung verwendet muss dieses aufführen. Die Funktion der ursprünglichen Zeitung ändert sich und wird letztendlich beim Warenempfänger, dem privaten Endverbraucher entsorgt. Das bedeutet, die Zeitung wird zu Verpackungsmaterial und fällt somit unter die Lizenzierungspflicht.

• Jedwede zweitverwendeten Kartonagen oder Materialien, die zu Füllmaterialien umfunktioniert werden, sind rechtskonform der Zentralen Stelle und dem dualen System in identischer Menge zu melden.

• Wie ist das VerpackG bezüglich Geschenkverpackungen geregelt? Pakete, die mit Geschenkverpackung gesendet werden, sind lizenzierungspflichtig. Schließlich entsteht dadurch beim privaten Endkonsumenten Abfall. Das bedeutet, aus der Geschenkverpackung wird gemäß Verpackungsgesetz Bestimmung eine Verkaufsverpackung.

Was ist das optimale duale System für welchen Händler?

Im Grunde genommen unterscheiden sich duale Systeme kaum voneinander. Die Auswahl kann unabhängig von Verpackungsmaterialien und Verpackungsvolumen getroffen werden. Etwas differenzieren sich die Anbieter im Prozess zur Anmeldung, wobei die meisten bereits auf ein vereinfachtes Online-Shop System umgestellt haben. Hier kann unkompliziert die Registrierung auf einer Online-Plattform abgewickelt werden.
Der Unterschied liegt jeweils im Detail, denn das fällige Entgelt wird nach Verpackungsmaterial und in Verkehr gebrachter Menge berechnet.

Dabei haben die dualen Systeme eine unterschiedliche Preisgestaltung, die vor allem kleinere Betriebe eigener Onlineshops und Spezialhändler betreffen. Zur Entscheidungsfindung sollte man sich die geltenden Preise unternehmensspezifisch direkt auf der Homepage des dualen Systems anschauen, um sich für den Anbieter mit dem geringsten Lizenzentgelt für die eigenen Verpackungen und Füllmaterialien herauszusuchen.
Der Inverkehrbringer kann aktuell in Deutschland aus den folgenden neun anerkannten dualen Systemen wählen:

• Noventitz Dual
• Der Grüne Punkt (Duales System Deutschland GmbH)
• BellandVision GmbH
• Landbell AG (Rückhol-Systeme)
• Reclay Systems
• Veolia Umweltservice Dual
• INTERSEROH (Dienstleistungs GmbH)
• RKD Recycling Kontor Dual
• Zentek GmbH & Co. KG

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