Das neue Verpackungsgesetz 2019 trifft auch Onlinehändler - Onlineshop erstellenDu bist ein eigener Onlineshop Betreiber und hast täglich Sendungen aller Art zu bewältigen? Wir haben die wichtigsten Grundlagen des ab 2019 in Kraft tretenden neuen Verpackungsgesetzes für den Onlinehandel mit den wichtigsten Fakten zusammengefasst. Die VerpackG gehört auch im Jahr 2018 schon zum Pflichtprogramm, löst allerdings die noch gültige Rechtsgrundlage der Verpackungsverordnung – VerpackG zum Jahreswechsel ab.

Mit dem neuen Gesetz sind beim Onlineshop erstellen von Lieferscheinen bis zum Versand und Rechnungslegung einige Änderungen ab 2019 zu beachten. Im übrigen ist es hier unerheblich, wie viel Ware in den Umlauf gebracht wird, die neuen Verpflichtungen gelten sowohl für große Shopbetreiber als auch für kleine Onlinehändler.

Deutsche Onlinehändler setzten schon heut auf höchste Standrads

In Deutschland werden bereits viele Prinzipien des Verpackungsgesetzes angewendet. In der Bundesrepublik gilt ein hohes Maß an Produktverantwortung. Hier hat der Gesetzgeber jeden E-Commerce-Betreiber und jeden Onlineshop Händler dazu verpflichtet, Verpackungsmaterialien, die in Umlauf gebracht werden, ordnungsgemäß zu verwerten.

Sämtliche Produzenten von Verkaufsverpackungen und Händler sind verpflichtet, mit einem dualen System wie Landbell, Noventis oder Beland Vision zusammen zu arbeiten. Die lizenzierten Verpackungshändler übernehmen die Rücknahme und gleichermaßen die Verwertung der anfallenden Verpackungen.

Diese Pflicht ist gängige Praxis in der Bundesrepublik und gilt für kleinere Unternehmen mit eigener Onlineshop Verkaufsfläche im Netz sowie für Big-Player im Elektronik- und Computermarkt gleichermaßen. Auf diese Weise ist eine umweltgerechte Entsorgung gewährleistet und ein großer Teil der in den Handel gebrachten Verpackungen oder deren Materialien können wiederverwendet werden.

Ab 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz

Die neue Gesetzesregelung löst die bis Ende 2018 geltende Verpackungsverordnung endgültig ab. Durch die Gesetzesänderung kommen neue Pflichten auf die Vertreiber und Hersteller von Verpackungseinheiten zu. Bereits heute werden erste Maßnahmen umgesetzt, um ab 2019 eine funktionierende Regulierungsbehörde zur Registrierung aller Verpackungshändler zu gewährleisten.

Wer sich als Verpackungsunternehmen nicht bei der neuen Zentralen Stelle registriert, erhält keine Lizenz, um Verpackungen und anderweitige Utensilien zum Verpacken in den Verkehr bringen zu dürfen. Eine wichtige Erneuerung ist die Mitteilungspflicht gegenüber der Behörde. Das beutetet, es muss exakt übermittelt werden wie viele Verpackungen und welche Art von Verpackungen über das jeweilige duale System laufen werden.

Hier sollte grundsätzlich eine schnelle Übermittlung angestrebt werden, um nachhaltig den drohenden Bußgeldern aus dem Weg zu gehen. Der Strafenkatalog hat es in sich! Bei Verstößen gegen das Verpackungsgesetz und damit geltenden Verpflichtungen können horrende Bußgelder veranschlagt werden. Im schlimmsten Fall werden Strafzahlungen von bis zu 200.000 Euro bei nicht ordnungsgemäßer Umsetzung fällig.

Das wichtigste zum neuen Verpackungsgesetz kurz im Leitfaden zusammengefasst!

– Als eigener Onlineshop Betreiber mit Verkaufsangeboten auf den Marktplätzen von eBay, Amazon, Etsy und Co. sind auch deine Angebote in der Zentrale zu melden. Freilich werden beim Onlineshop erstellen Verpackungen in den Verkehr gebracht, die letztlich beim Endverbraucher landen und somit gelten die Vorschriften der neuen Gesetzgebung.

– Jeder Onlineshop ist bei der Zentralen Stelle anzumelden und wird automatisch in einer öffentlichen Liste geführt, die von jedermann eingesehen werden kann. Ausschließlich mit diesem bürokratischen Schritt ist es erlaubt, Verpackungen auf dem Markt in Umlauf zu bringen.

– Deutschland bildet in dieser Hinsicht eine Vorreiter Rolle, innerhalb der Bundesrepublik ist es schon seit Jahren Pflicht, sich als Händler in ein duales System einzubinden. Dieses muss über das Know-How verfügen, die Rücknahme der in den Verkehr gebrachten Produktverpackungen zu managen. Im Grunde ist die Bedeutung duales System selbsterklärend, es handelt sich um eine Schnittstelle, die organisatorisch zwischen Händler, Hersteller und Entsorgungsunternehmen aus dem öffentlichen und privaten Sektor vermittelt.

– Die Datenübertragung nimmt mit dem neuen Verpackungsgesetz 2019 deutlich zu. Der bisherige Aufwand beinhaltete eine Mengenmeldung direkt an das duale System. Mit dem in Kraft treten des neuen Gesetzes sind diese Angaben ebenfalls der neu geschaffenen zentralen Stelle zu melden. Gleichermaßen sind lizenzierte duale Systeme verpflichtet, die vom Unternehmer aufgerufenen Verpackungsmengen an die zentrale Stelle weiterzuleiten. Damit kann eine regelmäßige Anpassung der Werte vorgenommen und bei Fehlverhalten mit Bußgeldern gegen rechtswidriges Handeln vorgegangen werden.

– Die Datenmeldung für den Onlineshop erstellen ist vom Händler selbst durchzuführen. Die Übertragung an die zentrale Stelle ist nicht durch Dritte nicht gestattet. Einzige Ausnahme ist, dass bei der Rücknahme von Verpackungsmengen Online-Händler auf die Hilfe des Dualen System Partners zurückgreifen können.