Erstellen von Google Shopping Anzeigen (Teil 2) - Onlineshop erstellenWer als eigener Onlineshop Betreiber seine täglichen Hausaufgaben macht, kann zu einem erfolgreichen E-Commerce-Händler aufsteigen. In zweiten Teil unseres Onlinehandel-Boosters für Einsteiger und Fortgeschrittene geht es um die Grundlagen des Merchant Center. Der Einkaufswagen im Onlinehandel ist eine Art von Datenbank, die sämtliche Produkte mit ihren Produktbildern und Attributen wie Preis, Titel und Produktbeschreibungen enthält.

Um die Google Shopping-Anzeigen maximal profitabel verwenden zu können, musst du als Shopbetreiber zunächst alle Einkaufswagen relevanten Daten über das Merchant Center in die Google-eigene Datenbank exportieren. Hier ist ein Daten-Feed zu erstellen, dies ist einfach durch einen manuellen Datenexport möglich oder per automatischen Prozess über eine komplexe direkte Warenkorb-Integration.

Nun kommen wir zum zweiten Teil „Erfolg mit Google Shopping“. Die Einführung „Erster Teil zum erfolgreichen Erstellen von Google Shopping Anzeigen“ hatten wir bereits Anfang September in unserem SEO Blog veröffentlicht.

In erster Linie sind Shopping-Anzeigen sind für E-Commerce-Händler geeignet, die Produkte verkaufen, Dienstleistungen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Diese spezielle Form der Google Werbung startete im Jahr 2009 mit Produktfotos und Shopping-Anzeigen, die zunächst als Werbeanzeigen mit Produktinformationen in den organischen Suchergebnissen mit integriert worden.

Zu diesem Zeitpunkt ging es vor allem darum, eine kostenlose Marketing-Alternative anbieten zu können, die vor allem auf das wesentliche Eigener Onlineshop Angebote hinweist. Auf diese Weise wurden die PLAs in den USA ziemlich zügig populär und sind heut ein wichtiges Marketing-Element in vielen Ländern.

Alle Kinderkrankheiten wurden durch das Google Merchant Center behoben!

Google hatte längere Zeit zwei Mankos im Programm zu beklagen. Erstens, wenn die für die Produkte relevanten Spezifikationen fehlerhaft waren, wurden die Anzeigen unvollständig abgebildet und die Titel und Beschreibungen teils mit Fehlern angezeigt. Da der Service kostenlos für den E-Commerce-Händler war, wurden etwaige Fehler von Seite der Shopbetreiber nicht weiterverfolgt.

Google ist aber nicht umsonst die klare Nummer eins unter den Suchmaschinen, und Fehler, die zu einer schlechten Nutzererfahrung führen, wird das Suchimperium niemals tolerieren. Das zweite Problem war, dass die Werbe-Anzeigen keinen Umsatz für das Online-Unternehmen generiert haben. Aus unserer über zwei Jahrzehnte langen Erfahrung im Bereich Onlineshop erstellen und Co. können wir ganz klar sagen, ohne Moos nichts los, das gilt erst recht für den Such-Giganten aus den USA.

Suchst du nach einer Lösung oder hast anderweitige Fragen, dann einfach Google fragen!

Getreu dem Motto – löste der Suchmaschinen Ergebnislieferant pfiffig beide Probleme mit einem Schlag. Um dem ganzen Einhalt zu gebieten gab es somit nur ein probates Mittel, das Zünglein an der Waage war der Punkt, wo es dem Händler am meisten schmerzt: in der Brieftasche. So wurde das Google-Merchant-Center mit den AdWords-Konten verknüpft und die Neuauflage des Google-Shopping basierend auf dem Modell, mit bezahlten Klicks und einer strikten Produktdaten-Spezifikation eingeführt.

Das Google Merchant Center!

Was ist das Merchant Center? Es handelt sich um ein Dashboard, über das Online-Händler ihre Produkte und Feeds kontrollieren und verwalten können sowie Probleme diagnostizieren und beheben. Google bringt den großen Vorteil mit – basierend auf dem Wissen über deine Produkte, speziell dem Markt oder Einzugsgebiet deine Produktvorschläge anzubieten, die aus dem Algorithmus aller Suchanfragen die größte Chance auf einen Verkauf bieten.

Ein eigener Onlineshop Händler kann mit dem Merchant-Center viele Google-Dienste auf einmal verwalten, darunter das Google Display-Netzwerk, Weitervermarktung, lokales Inventar für stationäre Geschäfte, saisonale und Ad-hoc-Werbeangebote sowie Produktbewertungen mit den begehrten Sternen.

Hinweis: Bevor ein Merchant Center-Konto genutzt werden kann, muss dein E-Commerce Unternehmen allen Werberichtlinien von Google zustimmen. Was das bedeutet, unterhalb tauchen wir ein wenig genauer in die Materie ein.

Die Google-Richtlinien für Werbetreibende!

Google ist eine hervorragende Plattform für erfolgreiche Werbemaßnahmen und steht für absolute Premium-Qualität in allen Bereichen. Deshalb gibt es nicht ohne Grund strikte Werberichtlinien für alle Produkte. Es kann durchaus vorkommen, dass Produkte angezeigt werden und im Nu aus der Google-Sphäre wieder verschwinden. Einige Produkte entsprechen eventuell nicht den Richtlinien, obwohl sie eigentlich legitim sind. Andere können unwissentlich falsch dargestellt werden und eine Produktaussetzung verursachen.,

Aufgrund der Automatisierung versteht der Google Mechanismus manchmal nicht sofort das Problem. Wenn Zweifel bestehen, kann Google Produkte in erster Instanz ablehnen und eine langsame manuelle Überprüfung vornehmen. Die Nichteinhaltung der Richtlinien kann dazu führen, dass keine Produkte genehmigt werden oder zumindest einzelne oder ein ganzes Sortiment an Produkten abgelehnt wird. Im schlimmsten Fall kann das gesamte Konto gesperrt werden. Obwohl es eine Menge zu berücksichtigen gibt, können die zu erwartenden Gewinne für den eigenen Onlineshop erheblich sein.

Die Merchant Center-Richtlinien

Du darfst nur Produkte bewerben, die direkt über deinen Webshop gekauft werden können – Affiliate-Produkte sind nicht gestattet.
Du solltest grundsätzlich nur in der Landessprache werben. Ganz wichtig ist eine selbsterklärende Richtlinie für Rücksendungen und Rückerstattungen im Portfolio bereitzuhalten. Benutzerinformationen und Einkaufsrelevante Daten sollten nur nach den neusten Sicherheitsstandards und gemäß DSGVO gespeichert werden.

Hinweise für Shopping-Anzeigen die nicht erlaubte Produkte umfassen:

  • Gefälschte Waren.
  • Gefährliche Produkte.
  • Flasche Informationen, Täuschungen oder falsche Behauptungen.
  • Beleidigender oder unangemessener Inhalt.

Einschränkungen für Produkte die rechtlich oder kulturell sensibel sind können nur begrenzt in den Werbeanzeigen offeriert werden und manchmal ausschließlich in bestimmten Ländern. Unserer Erfahrung nach sind eingeschränkte Produkte äußerst anfällig für unangekündigte Änderungen und Aussetzungen. Gesundheitliche Vorteile sollten grundsätzlich besser nicht in den Shopping Anzeigen verwendet werden. Hier werden unter Umständen Lizenzen durch Dritte eingefordert.

Was unter eingeschränkte Produkte fällt:

  • Erwachsene Artikel wie erotisches Spielzeug und Alkohol.
  • Urheberrechtlich geschützter Inhalt.
  • Glücksspiel um Echtgeld wie Sportwetten oder Casino-Spiele.
  • Gesundheitswesen, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
  • Warenzeichen.

Redaktionelle und professionelle Regeln. Diese stehen im direkten Zusammenhang mit dem Regelwerk für Google Textanzeigen (AdWords).

  • Ungenaue oder irreführende URLs.
  • Effekthascherisch in deinen Anzeigentext.
  • Fehlerhafte oder unterbaute Webseiten.
  • Die Browser-Schaltfläche ist deaktiviert.
  • Webseiten, die in gängigen Webbrowsern nicht angezeigt werden.

Die Anforderungen für eine Webseite. Selbsterklärend muss dein eigener Onlineshop über eine eigene Webseite verfügen, um deine URL angeben und bestätigen zu können.

  • Die Kontaktinformationen sollten klar und korrekt sein, einschließlich einer Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse.
  • Deine Website sollte HTTPS und SSL-verschlüsselt sein.
  • Für jeden Kunden gut sichtbare Rückgaberichtlinien.
  • Die Zahlungsbedingungen sollte unmissverständlich formuliert und leicht zu finden sein.
  • Der Checkout-Prozess muss zum Abschluss führen.
  • Alle Artikel die zum Kaufen angeboten werden müssen die detaillierten Produktdatenspezifikationen von Google erfüllen (siehe unten).

Anforderungen der Landing Page:

  • Jedes Produkt hat eine eigene Zielseite und URL, auf die ein Besucher nach einem Klick auf die Shopping Anzeige weitergeleitet wird.
  • Hier muss das Produkt deutlich zu erkennen sein.
  • Bei verschiedenen Produkt Varianten sollte das Hauptprodukt im Vordergrund stehen.
  • Der Preis sollte vorzugsweise inklusive Mehrwertsteuer angezeigt werden.
  • Kein Preis oder Preis auf Anfrage sind nicht gestattet.
  • Relevante Informationen sollten nicht hinter Popups oder Bannern versteckt werden.
  • Befolge immer die lokale Gesetzgebung und Vorschriften, wie die Altersbeschränkung.
  • Die Details der Zielseite (landing page) müssen im Wesentlichen mit der Anzeige übereinstimmen.
  • Sprache muss mit der Landessprache übereinstimmen.
  • Die lokale Währung muss den Angeboten entsprechen.
  • Die Produkte zum Shopping müssen verfügbar sein.
  • Die Produktkonditionen müssen mit neuen oder verwendeten Anzeigen übereinstimmen.
  • Die Seiten müssen korrekt funktionieren und sich auf derselben Domain befinden wie in deiner Merchant Center-Registrierung hinterlegt.
  • Zusätzliche Richtlinien gelten für Massenprodukte, Softwareabonnements und Mobile-Geräte.

Die Produktdaten Spezifikationen!

In der Google-Hilfe findest du immer die aktuelle Version. Die Spezifikationen sind lang und detailliert. Sie ändern sich häufig. Darüber hinaus haben Produktspezifikationen ihre eigens zugeordnete Systematik. Es empfiehlt sich, möglichst viele Produktattribute einzubeziehen, auch wenn es auf den ersten Blick als nicht notwendig oder irrelevant erscheinen mag.

Google Shopping-Kampagnen sind im Vergleich zu den viel ausgefeilteren Textanzeigen Kampagnen nicht so detailliert und lassen sich simpler für den Onlineshop erstellen. Wenn du nach der Faustregel vorangehst – mehr Attribute als deine Mitbewerber einzubeziehen, wirst du das ein oder andere Mal mit Erfolg deine Produkte in der Anzeige unterbringen und deiner Konkurrenz die Plätze streitig machen.

Was beinhalten die Produktspezifikationen für Ausnahmen?

  • Befolge die Vorgabe zu den Mindestanforderungen für jedes Produkts.
  • Verwende wenn möglich auch optionale Attribute – aber immer alle empfohlenen!
  • Bestimmte Attribute wie für Kleidung oder Lebensmittel betreffen nur spezifische Produktkategorien.