Abmahnungen gegen Instagram Influencer in Deutschland - Onlineshop erstellen

Der neue Trend Instagram Werbung bekommt seine erste Delle. Was tun Influencer, um sich der Abmahnwelle zu entziehen? Falsche Werbung, Urheberrecht oder einfach nicht gekennzeichnete Marketing-Kampagnen, ob gewollt oder nicht müssen erkennbar als Werbung angezeigt werden.

Nicht selten kommt bei nicht Einhaltung eine Abmahnung nicht direkt von der Landesmedienanstalt in den Briefkasten sondern von regelrechten Abmahnvereinen deutscher Wettbewerbsverbände.
Diese gehen immer mehr gegen Instagram Influencer und deren unterschwellige Schleichwerbung vor, die im Gegensatz zu anderen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland verboten ist.

Gerade auf den immer beliebter werdenden Instagram Kanälen, die oftmals unentgeltlich Produkte darstellen, bewegt sich der Influencer noch in einer gesetzlichen Grauzone. Instagram ist noch verhältnismäßig neu, jedoch wird der Hype sicher Werberechtler, Datenschutz und zwangsläufig die Regierung zum Handeln zwingen.

Die Instgram-Community ist nach dem aktuellsten Urteil erschüttert worden. Aus Angst haben viele Nutzer ihren Account gelöscht oder beginnen neue Posts mit #Werbung!

Grund für Influencer Abmahnwellen aus Instagram

Den ganzen Abmahnirrsinn von der Influencer Abmahnung bis zur Unterlassungserklärung brachte Vreni Frost mit ihrem YouTube Kanal ins Rollen. Über ihren Instagram-Account veröffentlichte sie ein Bild mit einigen darin dargestellten Marken, ohne es als Werbung zu kennzeichnen. Den Stein ins Rollen brachte ein Posting von YouTuberin Vreni Frost. Sie veröffentlichte auf ihrem Instagram-Account ein Bild, vertaggte Marken, machte aber nicht deutlich, dass es sich dabei um Werbung handelt.

Prompt flatterte eine Abmahnung vom Verband sozialer Wettbewerb für ihre Postings ins Haus. Der Verband mahnte Frau Frost ab, aufgrund vertaggter Marken, die sie ohne jegliche Kennzeichnung, dass es sich um Werbung handelt und auch nicht als solche kennzeichnete. Der Fall ging vor das Berliner Landgericht und hier wurde dem Verband zugestimmt.

Keine Instagram Influencer Abmahnung mit #Werbung

Es spielt keine Rolle, ob mit einem Tag Geld verdient wird oder nicht, wenn ein Produkt beworben wird, muss zumindest im Text klar erkennbar hervorgehen, dass es sich um „Werbung“ handelt! Nur so geht der Influencer einer Abmahnung wegen unlauterer geschäftlicher Handlung durch Posting aus dem Weg.
Der Instagram Account Betreiber macht sich strafbar, wenn der kommerzielle Zweck nicht kenntlich gemacht wird. Geht eine geschäftliche Handlung direkt aus den Umständen hervor, wie beispielsweise ein gepostetes Bild mit Werbeanzeige, dann ist es ohne Kennzeichnung im Content möglich.

Die Rechtsprechung gegen die YouTuberin führt nun dazu, dass die vermeintliche „Werbung“ der Influencer noch verwirrender für den Instagram Follower wird. Vom Profi Blogger und Influencer bis zum privaten User werden jetzt in die Postings „ad“, „Anzeige“ oder „Werbung“ hinzugefügt, selbst wenn die Posts keinen finanziellen Zweck dienen.

Wie Instagram Posts richtig kennzeichnen?

Vorerst ist der sichere Weg es wie andere Instagram User gleichzumachen und zu Beginn einer Instagram Story oder Post mit Bezug zu einem Produkt oder anderen Werbecharakter „Werbung“, „ad“ oder „Anzeige“ zu setzen. Ist ein Produkt zu sehen, bewegst du sich somit aktuell auf halbwegs sicheren Terrain.
Unberührt bleiben Ortsangaben wie „Oberlausitz“, „Seenlandschaft“, „Cospudener See“, „Harz“, „Ostsee Rügen“, „Hallmarkt“ oder „Bayrischer Wald“, diese sind weiterhin abmahnfrei zu verwenden.

Probleme mit bekannten Abmahnvereinen entstehen bei exakten Informationen wie der konkreten Angabe des Vereins, Hotels, Clubs, Bistro, Restaurants usw.
Jeder Instagram Post, der nicht explizit als Marketing gekennzeichnet wird und mit einer versteckten Werbung also einer Schleichwerbung versehen ist, kann auch mit einer Abmahnung geahndet werden.

Zusammengefasst

Die Marketing-Maßnahmen auf den unterschiedlichen Plattformen von YouTube, Instagram, Telegram, Facebook uvm. befinden sich in einem Graubereich. Gerade Instagram als Neuling unter den großen Communitys wird natürlich genau beäugt. Bleibt abzuwarten, was hier die deutsche Rechtsprechung in Zukunft vom Knöllchen bis zur Unterlassungserklärung hervorbringt und wie der Shopbetreiber mit eigenen Onlineshop sich seine Werbemacher aussucht. Eins ist klar, in die behördlichen Maßnahmen sollte zwangsläufig auch der europäische Wettbewerb einfließen. In anderen europäischen Staaten werden Instagram Influencer Kollegen nicht derartig gegängelt.